Das seltsame Grab

Vor der Reformation wurde ein eintrĂ€glicher Handel mit SpĂ€nen vom Kreuz Christi, Knochen, KleidungsstĂŒcken und GebrauchsgegenstĂ€nden von Heiligen getrieben. Es war viel Schwindel dabei. Diese Dinge wurden in einem KĂ€stchen in der Kirche ausgestellt und verehrt. 1952, als man anlĂ€sslich der Kirchenrenovation den Taufstein versetzte, kam ein stark vermoderter Sarg zum Vorschein, in dem sich ein Paar Schuhe, eine Reisetasche und ein Kelchglas befanden. Welchem Glaubensboten waren sie wohl zugedacht? In der Reformation mussten diese GegenstĂ€nde verschwinden. Sie nur irgendwo zu vergraben schien pietĂ€tlos und darum gab man sie einem Pfarrer mit ins Grab. – Die gefundenen Dinge wanderten spĂ€ter ins historische Museum in Bern.